Therapieangebot
Osteopathie
Osteopathie – Heilung durch sanfte Handgriffe
Die Osteopathie betrachtet den Patienten immer in seiner Gesamtheit. Auch beschäftigt sich die Osteopathie nicht mit der Behandlung einzelner Symptome, sondern will immer die Ursachen von Beschwerden aufspüren und behandeln.
„Leben ist Bewegung“, lautet der wichtigste Grundsatz der Osteopathie, die jetzt auch in Deutschland immer mehr angewendet wird. Sie hilft vor allem bei Beschwerdebildern, bei welchen die Schulmedizin keine organische Ursache finden kann. Mit gezielten Handgriffen wird das Muskelgewebe gelockert, damit die natürliche Bewegung wieder in die richtige Richtung geht. So wird dem Körper geholfen, Funktionsstörungen selbst zu beheben. Osteopathen leisten also Hilfe zur Selbstheilung.
In den USA, Frankreich und Großbritannien gehört diese ganzheitliche Therapiemethode schon seit vielen Jahren zu den bekanntesten und erfolgreichsten Verfahren, wenn es um die Behandlung so genannter „Funktionsstörungen“ geht. Unter diesem Begriff fasst man alle körperlichen Beschwerden zusammen, die sich nicht oder nicht hinreichend auf eine organische Erkrankung zurückführen lassen. An erster Stelle stehen dabei – neben Allgemeinsymptomen wie Müdigkeit und Erschöpfung – verspannungsbedingte Schmerzen vor allem des Bewegungsapparates, ferner Herz-Kreislauf-Probleme, Magen-Darm-Beschwerden und pseudoneurologische Symptome.
Auch in Deutschland, Österreich und der Schweiz entdecken Ärzte, Heilpraktiker und Psychotherapeuten die Wirksamkeit dieses ausgesprochen sanften Verfahens, das einst vom amerikanischen Arzt Andrew Taylor Still (1828-1917) entwickelt wurde. Er legte in mehreren Büchern das theoretische Fundament für dieses Heilverfahren. Still war durch intensive Naturbeobachtungen und Anatomiestudien zu der Erkenntnis gelangt, dass sich Gesundheit im Körper durch Bewegungen und durch das perfekte Zusammenspiel von Organen, Knochen und Muskeln zeige. Da diese wie in einem Netzwerk miteinander verknüpft seien, könnten Bewegungseinschränkungen und Störungen vor allem der Gelenke und Faszien (bindegewebige Umhüllungen von Muskeln und Muskelgruppen) auch an anderen Organen und Körperregionen Symptome auslösen.
Still entdeckte, dass man diese Blockaden – er sprach von einer „Grundspannung“ – mit den Händen erspüren und durch sanfte Berührungen und vorsichtigen Druck lösen kann. Dadurch würden die Selbstheilungskräfte des Körpers angeregt und die Harmonie im Körper wiederhergestellt.
Eine besondere Rolle maß Still den Arterien bei. Für ihn stand fest, dass alle Körperfunktionen von der Ver- und Entsorgung durch das Gefäß- und Nervensystem abhängen. Neben blockierten Gelenken und verspannten Muskeln kann deswegen auch eine Arterienverkalkung die Versorgung des Körpers durch den Blutkreislauf und das Lymphsystem behindern und zu Symptomen führen.
Nach osteopathischer Auffassung überträgt also das Bindegewebe Störungen von einem Körperteil auf andere. So kann sich etwa eine Verletzung des Knies über das Umgebungsgewebe auf die Hüfte und von dort auf die inneren Organe ausbreiten. Verdauungsprobleme können somit Ausdruck einer Knieverletzung sein.
Diese Zusammenhänge ertastet ein Osteopath anhand von Verspannungen. Seine Hände sind sein einziges Instrument. Mit speziellen, behutsamen Griffen lockert er Muskeln, aktiviert die Nerven oder verbessert den Durchfluss in Venen, Arterien und Lymphbahnen. Ein Osteopath aktiviert auf diese Weise die Selbstheilungskräfte im Körper. Durch das Lösen der Bewegungseinschränkungen kann der Körper Funktionsstörungen selbst beheben.
In der Osteopathie geht es nicht nur darum, akute Schmerzen zu behandeln, sondern der Therapeut sucht nach der Störung „1. Ordnung“, dem Ursprungsproblem, das weitere Beschwerden und Verformungen nach sich gezogen hat.
Osteopathen sehen sich eher als Mechaniker, die bestrebt sind, das riesige Uhrwerk Mensch, das durch ein blockiertes Rädchen gestört wurde, wieder in Gang zu bringen. Denn ähnlich wie bei einem Uhrwerk hat auch beim menschlichen Körper das kleinste defekte „Zahnrad“ letztlich massive Auswirkungen auf den gesamten Organismus.
Antworten auf die wichtigsten Fragen zur osteopathischen Behandlung: Bei welchen Beschwerden ist es sinnvoll, sich an einen Osteopathen zu wenden? Die Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig. Am Bewegungsapparat lassen sich Blockaden von Gelenken und der Wirbelsäule sowie akute und chronische Schmerzen mit traumatischem und degenerativem Ursprung behandeln. Beispiele für den Bereich der inneren Medizin sind funktionelle Herzbeschwerden, Verdauungsstörungen, Organsenkungen, Operationsfolgen wie Vernarbungen und Verwachsungen. Oder im urogenitalen Bereich chronische Blasenentzündung, Inkontinenz und Nierenprobleme. Im Hals-Nasen-Ohren-Bereich lässt sich Osteopathie gegen Kopfschmerzen, Nasennebenhöhlenentzündung, Schwindel, Tinnitus, zur Bissregulierung oder bei Kiefergelenkproblematiken einsetzen.
Frauen bietet die Osteopathie Abhilfe bei Menstruationsbeschwerden, Wechseljahrsbeschwerden oder Unfruchtbarkeit und ist zur Geburtsvorbereitung und -nachsorge nützlich. Speziell in der Kinderheilkunde wird die Osteopathie häufig und erfolgreich angewendet, da das kindliche Gewebe lange Zeit formbar und dadurch schneller positiv zu beeinflussen ist als bei Erwachsenen. Beispiele: Schädel- und Gesichtsverformungen, Schiefhals, Skoliose, Entwicklungsverzögerungen, Hüftdysplasien.
Was fällt nicht in das Aufgabengebiet eines Osteopathen? Zwar sind grundsätzlich keine Nebenwirkungen zu befürchten. Doch generell wird empfohlen, im Vorfeld mit einem Schulmediziner über mögliche Risiken zu sprechen, zum Beispiel bei Nieren- oder Gallensteinen, einer Thrombose-Erkrankung oder bei Verwendung einer Verhütungsspirale. Die Grenzen der Osteopathie sind erreicht, wenn das Körpergewebe bereits zerstört ist. Auch gebrochene Knochen kann der Osteopath nicht heilen. Bei schweren Krankheiten wie Krebs ist ohnehin immer ein Facharzt gefragt. Ebenso wird der Osteopath niemals akute Entzündungen behandeln.
Wie lange dauert eine Behandlung und wer bezahlt die Kosten? Eine Behandlung dauert zwischen 45 und 60 Minuten. Einige private Krankenversicherer übernehmen die Kosten für die Behandlungen, was aber vorher schriftlich abgeklärt werden muß. Im Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkasse ist die osteopathische Behandlung NICHT enthalten, weil wissenschaftliche Studien zur Wirksamkeit noch ausstehen.
Was ist wichtig für das Vorgespräch beim Osteopathen? Für die Behandlung muß der Osteopath wissen, welche Beschwerden genau vorliegen und wodurch diese beeinflusst werden. Viele Schmerzpatienten berichten beispielsweise, dass sich das Leiden nach bestimmten Mahlzeiten oder nach bestimmten Aktivitäten verschlechtert beziehungsweise verbessert. Vorerkrankungen und eventuelle Operationen wird der Osteopath ebenfalls erfragen. Hilfreich sind auch Röntgenbilder oder andere Befunde aus vorangegangenen ärztlichen Untersuchungen.
Wie viele Behandlungen sind im Schnitt nötig? Es kann durchaus passieren, dass jemand nach ein bis zwei Sitzungen beschwerdefrei ist. Aber das ist nicht die Regel. Es hängt von den Beschwerden ab. Blockaden kann man möglicherweise schneller lösen, degenerative Beschwerden lassen sich lindern, aber nicht beheben. Nach drei Behandlungen sollte jedoch eine Verbesserung spürbar sein, sonst macht eine Weiterbehandlung keinen Sinn. Zwischen den Sitzungen werden etwa zwei bis drei Wochen Pause zur Selbstregulierung eingehalten. Die eigentliche Behandlung findet also zwischen den Behandlungen statt. Der Patient macht sich selbst gesund, der Osteopath lenkt nur.
Woran erkennt man einen guten Osteopathen? In Deutschland gibt es mittlerweile mehr als 3.000 Therapeuten, die osteopathische Dienste anbieten. Doch Vorsicht: Der Begriff ist in Deutschland nicht geschützt. Das bedeutet, dass sich theoretisch jeder Osteopath nennen kann. Einen guten Therapeuten findet man daher am besten über den Verband der Osteopathen Deutschlands (VOD). Dort sind jene aufgelistet, die eine fünfjährige Ausbildung mit 1.300 Unterrichtsstunden erfolgreich absolviert haben.
Manuelle Therapie
Die manuelle Medizin befasst sich im Rahmen der üblichen diagnostischen und therapeutischen Verfahren mit der Physiologie, Pathophysiologie und Prävention von reversiblen Funktionsstörungen am Haltungs-, und Bewegungsapparat. Sie umfasst alle diagnostischen Techniken an der Wirbelsäule und an den Extremitätengelenken, die zur Auffindung und Behebung dieser Störungen dienen. Dazu gehören der Kapsel - Bandapparat, die Muskulatur, alle Gelenke, das periphere Nervensystem, und auch das vegetative Nervensystem kann durch die Anwendung manualtherapeutischer Maßnahmen positiv beeinflusst werden.
Die manuelle Therapie (MT) umfasst die manuellen Behandlungstechniken, die zur Behebung reversibler Funktionsstörungen an der Wirbelsäule und den Extremitäten dienen. Sie erfordert eine enge Zusammenarbeit von Arzt, Physiotherapeut/ Krankengymnast und Patient. Der Arzt stellt die Diagnose, erarbeitet den Therapieplan und führt die auf seinem Gebiet erforderlichen Maßnahmen durch. In Zusammenarbeit mit dem Arzt können entsprechend ausgebildete Physiotherapeuten Weichteil- und Mobilisationstechniken durchführen. Vor allem der in den letzten Jahren zunehmende Einsatz von Muskelinhibitions- und Fazilitationstechniken in der Manuellen Medizin hat das Aufgabengebiet der Physiotherapie/ Krankengymnastik wesentlich erweitert.
Fehlhaltungen und Störungen des muskulären Gleichgewichts am Haltungs- und Bewegungsapparat zählen zu den häufigsten Ursachen von Funktionsstörungen an den Gelenken. Eine kausale Therapie ist also oft nur in Verbindung mit Physiotherapie/ Krankengymnastik möglich. Der Patient muss geschult werden, im Alltag und am Arbeitsplatz eine optimale Haltung einzunehmen (Rückenschule). Außerdem muss er ein Übungsprogramm erlernen und dies regelmäßig selbst durchführen, um die Funktion seines Haltungs- und Bewegungsapparats zu verbessern und zu erhalten.
Durch die Zusammenarbeit von Arzt, Physiotherapeut/ Krankengymnast und Patient wird das Ziel einer Gesamtrehabilitation angestrebt. Die manuelle Therapie ist keine "Pack- und Knackmethode". Sie besitzt ein ganzes Arsenal von differenzierten Techniken, die je nach Indikation eingesetzt werden. Es gibt:
-Weichteiltechniken
-Mobilisationstechniken
-passiv- aktiv - Muskelenergietechnik -Blickwendetechnik
-Atemtechnik
Manipulationstechniken (Mobilisation mit Impuls)
Das Ziel aller dieser Behandlungstechniken ist, die Blockierung (Sie wird im internationalen Sprachgebrauch als segmentale/somatotopische und peripher-artikuläre Dysfunktion.) zu lösen und die normale Gelenkbeweglichkeit wieder herzustellen. Einsatzgebiete/ Indikationen sind: Schmerzen an allen Gelenken, Muskeln und Sehnen Schmerzen, Kopf, Wirbelsäule, Nacken (HWS), Schultergürtel, Arme, Finger, Beine, Füße, Becke, Hände, Füße, Hexenschuss /Ischalgien, Migräne, Tinitus, Tennisellenbogen, Golferellenbogen, Kieferschmerzen-/Störungen (CMD), Bandscheibenvorfälle, Beckenschiefstände, Beckenverwringungen/Torsionen
Kiefergelenksbehandlung (CMD)
Wenn die Funktion des Kiefergelenks gestört ist, kann dies zu ernsthaften Problemen für die Gesundheit führen, denn der Kauapparat, als eines unserer kompliziertesten Systeme, ist eng mit Kopf, Wirbelsäule, Gehirn und weiteren Organen verknüpft.
Es entwickelt sich ein Krankheitsbild, das als Craniomandibuläre Dysfunktion (Cranium=Schädel; Mandibula=Unterkiefer; Dysfunktion=Fehlfunktion) bezeichnet wird – kurz: CMD.
Rückenschule §20
Wir bieten in unserer Praxis einen Primärpräventiven Rückenschulkurs an, der nach Paragraph 20, Absatz 1 des Sozialgesetzbuches bis zu 80% von den Krankenkassen unterstützt wird.
Kursstruktur:
- 10 Einheiten
Gebühr: 90 €
max. 10 Teilnehmer, mindestens 5 Teilnehmer Kursleiter: Leo Linke
Das Konzept der deutschen Rückenschulen wurde in den letzten Jahren weiterentwickelt und folgende Themen gehören jetzt zu den Kursinhalten:
- Einführung in die Grundkenntnisse der Anatomie der Wirbelsäule und der Muskulatur
- Ursachen und Risikofaktoren von Rückenschmerzen, Erklärung eines Schmerzverarbeitungsmodells
- Körperwahrnehmung und Selbsterfahrung
- Rückengesundheit: Übungen zur Verbesserung der Beweglichkeit, Ausdauer, Kraft, Dehnfähigkeit und Koordination
- Erüben rückengerechter Bewegungsabläufe im Alltag / Erläuterungen zum Arbeitsplatz / Bildschirmarbeit
- Einführung in die Trainingslehre, Erstellung eines eigenen Übungsprogramms
- Stress und Stressbewältigung, Einführung in Entspannungstechniken
- Spaß und Bewegungsfreude in der Gruppe
Diese Themen werden in der Theorie, Praxis und Gruppen erarbeitet.
Voraussetzung:
- Sportbekleidung und Sportschuhe
- akute Erkrankungen des Bewegungsapparates sowie sonstige Erkrankungen sollen im Vorfeld ausgeschlossen werden.
Nordic Walking §20
Wir bieten in unserer Praxis einen Primärpräventiven Rückenschulkurs an, der nach Paragraph 20, Absatz 1 des Sozialgesetzbuches bis zu 80% von den Krankenkassen unterstützt wird.
Kursstruktur:
- 10 Einheiten
Gebühr: 90 €
max. 10 Teilnehmer, mindestens 6 Teilnehmer Kursleiter: Sarah Jessen
Nordic Walking hat sich zur Trendsportart entwickelt. Durch den Einsatz der Stöcke wird beim Nordic Walking auch der Oberkörper trainiert. Damit ist es deutlich ganzheitlicher als andere Laufsportarten. Bis zu 85% der Muskeln werden eingesetzt. Nordic Walking ist am wirkungsvollsten im leicht hügeligen Gelände durch die unterschiedlichen Beanspruchungen beim An- und Abstieg, wobei die Stöcke entsprechend zur Geltung kommen. Es ist leicht zu erlernen. Man braucht nicht mehr wie eine Laufausrüstung und die Nordic-Walking-Stöcke. Bei nassem oder unebenem Untergrund ist Nordic Walking eine sichere Fortbewegungsart.
Vorteile gegenüber anderen Lauftechniken
Durch den Stockeinsatz werden Wirbelsäule, Knie- und Fußgelenke weniger belastet als beim Laufen ohne Stöcke. Die Belastung wird gleichmäßiger auf den gesamten Körper verteilt. Bauch-, Brust- und Armmuskulatur werden verstärkt trainiert. Durch die Stockbewegung werden Verspannungen im Schulter- und Nackenbereich gelöst. Der Vorteil dieser Technik gegenüber dem Laufsport liegt in der schonenden Belastung; sie ist für den passiven Bewegungsapparat im Vergleich zum Lauftraining vermindert. Nordic Walking steigert die Kondition, verbessert die Fitness. Es wird mehr Sauerstoff verbraucht als beim normalen Gehen mit gleicher Geschwindigkeit. Das Anstrengungsempfinden ist deutlich niedriger als die tatsächlich abgeforderte Leistung.
Was kann man alles mit Nordic Walking erreichen? Nordic Walking ist auch das optimale Outdoortraining zur Gewichtsreduzierung. Die aerobe Ausdauer wird trainiert. Es verbessert die Herz-Kreislaufleistung, wirkt dem altersbedingten Muskelschwund entgegen, wirkt positiv auf den Blutdruck, beugt Osteoporose vor, verbessert die Cholsterinwerte und senkt die Triglyceride. Nordic Walking ist ebenfalls zur Rehabilitaion nach Sportverletzungen geeignet. Es ist nicht nur ein Ausdauer-, sondern auch ein Kraft- und Koordinationstraining. Nicht zuletzt wirkt sich dieses Outdoor-Training auch positiv auf die Psyche aus. Nordic Walking ist ideal für Personen mit Vorschäden an Gelenken und Wirbelsäule, zur Rehabilitation von orthopädischen (z.B. bei Knie- und Hüftproblemen) und Herz-Kreislauferkrankungen, für Anfänger, Jung und Alt und Wiedereinsteiger in den Sport.
Cranio-Sacrale Therapie
Die Cranio-Sacrale Therapie (CST) ist ein Teilgebiet der Osteopathie und eine Form der manuellen Medizin. Mit der Bezeichnung "Cranio-Sacral" soll die funktionelle Einheit von Cranium (Schädel) und Sacrum (Kreuzbein) betont werden; diese stellt sich ja auch anatomisch durch die Dura mater dar, welche bis zum zweiten Sacralwirbel reicht.
Über das zentrale Nervensystem und seine Verbindungen zum Gefäßsystem beeinflusst die CST den ganzen Körper, alle Organe und auch die hormonelle Regulation.
Ziel der Cranio-Sacralen Therapie
Normalisierung der nervalen Funktion, die beeinträchtigt sein kann durch:
- eine mangelhafte Blutversorgung
- eine Überreizung in Folge von Läsionen im Bereich der Schädelsuturen (dies ist der wesentlich gravierendere Einfluss)
- Normalisierung der Reaktion auf Stress
- Normalisierung der Zirkulation
- Verbesserung der Homöostase
- Ausgleich der Spannung aller Körperfaszien
Krankheitsbilder, bei denen eine Störung im CST ursächlich beteiligt sein kann, bzw. die durch eine Behandlung der CST therapierbar sein können:
- Asthma bronchiale
- Depression
- Gesichtszucken
- Hyperkinetisches Syndrom
- Kopfschmerzen
- Lernstörungen bei Kindern
- Migräne
- Narben nach Operationen und Verletzungen
- Schlaflosigkeit
- Schwindel
- Sinusitis
- Tinnitus
- Torticollis
- Trigeminusneuralgie
- Wirbelsäulenpathologien
Fango und Heißluft
Die Fangopackung wird auf diese Körperregionen verabreicht wo eine Mehrdurchblutung erwünscht wird. Sie wird mit ca 50 Grad Celsius aufgelegt und die Behandlungsdauer liegt zwischen 20 und 30 Minuten.
Indikationen
- die Fangopackung wird oft als Vorbereitung für eine andere Behandlung(z. B. Massage, Krankengymnastik usw.)genutzt.
- Anregung des Stoffwechsel
- Verspannungen
- Muskelhartspann
- Schmerzhafte Tonuserhöhung der Muskulatur
- degenerative Erkrankungen der Wirbelsäule oder Gelenke (z.B. Arthrose)
- Kontrakturen
- Sklerodermie
- beruhigt das vegetative Nervensystem
- Rheumatische Erkrankungen (keine akuten Entzündungen)
Kontraindikationen
- fieberhafte Erkrankungen
- Tuberkulose
- schwere Herz- und Kreislaufinsuffiziens
- Bluthochdruck
- hochentzündliche Schubphasen der ankylosierenden Spondyllitis
- Akute Entzündungen
Heißluft
Heißluft ist Rotlicht das auf den Körper gestrahlt wird. Behandlungsdauer 20 Minuten. Wirkungsweisen, Indikationen und Kontraindikationen sind wie bei der Fangopackung. Nur die Wirkung ist nicht so stark wie bei der Fango!
Elektrotherapie
Elektrotherapie ist die Bezeichnung für therapeutische Anwendungen von elektrischem Strom in der Medizin und in der Physikalischen Therapie. Für einige der Verfahren werden synonym auch die Begriffe Reizstromtherapie oder Feinstromtherapie benutzt.
Gemeinsam ist diesen Verfahren, dass während der Anwendung Gleich- oder Wechselströme den Körper oder Körperteile durchfließen. Die entsprechenden Spannungen werden entweder über mit der Hautoberfläche leitend verbundene Elektroden zugeführt oder über Elektroden in einem Wasserbad. Bei Anwendungen von Implantaten zur funktionellen Elektrostimulation sind die stromabgebenden Elektroden dagegen im Gewebe. Eine Sonderstellung nehmen Verfahren ein, bei denen durch Magnetfelder im Körperinneren elektrische Wechselspannungen nach dem Induktionsgesetz erzeugt werden (transkranielle Magnetstimulation, pulsierende Signaltherapie usw.).
Eine Sonderform stellt auch die Iontophorese von Arzneistoffen über die Haut dar. Durch eine vorhandene elektrische Ladung eines Medikamentes kann dieses im elektrischen Feld in das Gewebe transportiert werden. Der Effekt kann dazu führen, dass ein Vielfaches an entsprechenden Arzneistoffen in kürzerer Zeit ins Gewebe gelangen, als wenn diese auf die Haut aufgetragen werden. Die Verteilung des Medikamentenwirkstoffes geschieht über die in der Haut liegenden Blutgefäße. Beim Ausfall von Nerven in der Peripherie des Körpers, also besonders an Armen und Beinen, kommt es zum Abbau von Muskelzellen des vom geschädigten Nerv versorgten Muskels. Um dies zu vermeiden, werden während einer Therapiesitzung Elektroden angebracht und mit geringen Stromimpulsen (Reizstrom) die Funktion des betroffenen Nerven stimuliert. Dadurch bewegt sich der bedrohte Muskel wieder und atrophiert weniger rasch.
Die Muskeln reagieren je nach Dauer der Denervierung auf verschiedene Stromarten unterschiedlich gut. Im Allgemeinen werden bei längerbestehenden Denervationen mit Exponentialströmen mit relativ langen Dreieckimpulsen die besten Ergebnisse erzielt, weil die Muskeln nur noch auf längere Stromimpulse ansprechen. Es werden Dreieckimpulse eingesetzt, weil die gesunde Muskulatur wegen der noch vorhandenen Adaptationsfähigkeit nicht auf diese Impulsform anspricht. Doch auch Faradisation und Rechteckstrom kommen zum Einsatz. Konstanter Gleichstrom (Galvanisation genannt) kann keine Kontraktionen auslösen.
Ultraschall
Die Ultraschalltherapie ist ein Teilbereich der Physikalischen Therapie bzw. der Elektrotherapie und beschreibt ein medizinisches Verfahren zur Schmerzlinderung und Unterstützung von Selbstheilungsprozessen mittels Ultraschall. Der Frequenzbereich der Ultraschalltherapie liegt zwischen 0,8 und 3 MHz.
Zur Behandlung wird ein Schallkopf gleichmäßig über die mit Kontaktgel bedeckte, erkrankte Stelle geführt, der Wärme und Gewebebewegung im Körperinneren erzeugen soll. Hierbei ist zwischen einer Behandlung mit Dauerschall und einer Behandlung mit Impulsschall zu unterscheiden.
Physiotherapie/Krankengymnastik
Physiotherapie ist ein natürliches Heilverfahren. Sie beeinflusst sowohl physiologische als auch pathophysiologische Lebensvorgänge. Ihr Ziel ist es, Heilungsprozesse des Bewegungsapparates anzuregen und auch zu verbessern.
Die Anwendung verschiedener Therapieformen kann unter anderem physiologische Vorgänge wiederherstellen, Fehlverhalten bei Alltagsbewegungen korrigieren, unausgewogene Muskelverhältnisse ausgleichen und den Patienten ein „Handwerkszeug“ mit auf den Weg geben, aktiv und selbstständig diese Heilung voranzubringen und erneuten Problemen vorzubeugen.
Massagen
Die klassische Massage gilt als eine der ältesten Behandlungsformen der physikalischen Therapie. Mittels streichender, knetender oder reibender Bearbeitung des ganzen Körpers oder einzelner Teilbereiche werden Hautoberfläche und Muskulatur behandelt.
Eine Maßnahme die Verspannungen löst und Heilungsprozesse positiv beeinflusst. Gleichzeitig bewirkt Massage wohltuende Entspannung und steigert das Wohlbefinden. Die Massage kann durch Heißluft oder Fango ergänzt werden, hierdurch wird die Wirkung noch verstärkt.
Lymphdrainage
Die manuelle Lymphdrainage ist eine Therapieform der physikalischen Anwendungen; ihre Wirkungsweise ist breit gefächert. Sie dient vor allem als Ödem- und Entstauungstherapie geschwollener Körperregionen, wie Körperstamm und Extremitäten (Arme und Beine), welche nach Traumata oder Operationen entstehen können. Besonders häufig wird diese Therapie nach einer Tumorentfernung nötig.
Durch verschiedene Massage- und Grifftechniken wird das Lymphsystem aktiviert indem vor allem die Pumpleistung der Lymphgefäße, genauer der Lymphangione, verbessert wird. Auch die aktive Verschiebung von Flüssigkeit in der Haut/Unterhaut ist möglich. Die Manuelle Lymphdrainage bewirkt dabei keine Mehrdurchblutung wie in der klassischen Massage.
Weitere Indikationen sind sämtliche orthopädischen und traumatologischen Erkrankungen, die mit einer Schwellung einhergehen (Verrenkungen, Zerrungen, Verstauchungen, Muskelfaserrisse etc.) Auch bei Verbrennungen, Schleudertrauma, Morbus Sudeck und ähnlichen Krankheitsbildern wird die Manuelle Lymphdrainage angewendet.
Auch in der Schmerzbekämpfung, wie auch vor und nach Operationen soll sie helfen, das geschwollene, mit Zellflüssigkeit überladene Gewebe zu entstauen. Teilweise können Schmerzmittelgaben verringert werden und der Heilungsprozess verläuft schneller. Kontraindikationen (Gegenanzeigen) sind hierbei genau zu beachten wie z.B. eine dekompensierte Herzinsuffizienz, akute, fieberhafte, bakterielle Entzündungen oder ein kardiales Ödem.
Bei ausgeprägten lymphatischen Erkrankungen (Stauungen) wird diese Therapie mit Kompressionsverbänden, Hautpflege und spezieller Bewegungstherapie kombiniert und unter dem Begriff Komplexe Physikalische Entstauungstherapie (KPE) zusammengefasst.
In den 1960er Jahren hat sich diese Therapie, welche von Emil Vodder maßgeblich entwickelt wurde, etabliert und wird seitdem an deutschen Massage- und Krankengymnastikschulen gelehrt. Die Therapeuten sind vornehmlich Masseure und Physiotherapeuten (seit dem Jahre 1994 werden Krankengymnasten als Physiotherapeuten bezeichnet). Die Anwendung ist nur dem Fachpersonal mit der entsprechenden Zusatzausbildung in manueller Lymphdrainage an einem zugelassenen Lehrinstitut erlaubt. Die Zusatzausbildung dauert vier Wochen (etwa 180 Unterrichtseinheiten) und ist in den Richtlinien der IKK festgelegt. In Sachen Lymphdrainage haben Deutschland und Österreich eine eindeutige Vorreiterstellung. In den USA ist diese Therapie noch relativ unbekannt.
Es wurde des Öfteren versucht, mit Geräten zur Lymphdrainage ähnliche Erfolge wie durch die manuelle Lymphdrainage zu erzielen, allerdings liegen derartige Geräte von der Effizienz her weit hinter einer manuellen Behandlung.
Atlas-Therapie
Folgen der Atlas-Verschiebung
Der Atlas trägt nicht nur den Kopf, sondern ist auch verantwortlich für eine Vielzahl von Erkrankungen. Der Atlas hat Einfluss auf die gesamte Statik der Wirbelsäule und ihre Folgeerkrankungen
wie z.B.:
- Migräne
- Kiefergelenkprobleme / Schmerzen
- Tinnitus (Ohrgeräusche)
- Schleudertrauma
- Kopfschmerzen
- Nackenschmerzen
- Halswirbelsäulenbeschwerden
- Schulterschmerzen
- jegliche Schmerzen der Wirbelsäule
- Beckenschiefstand
- Schwindel
- ADS / ADHS
- KISS Syndrom
- KIDD Syndrom
Der erste Halswirbel, besser bekannt als Atlas, ist durch seine anatomischen Gegebenheiten einer der sensibelsten und empfindlichsten Stellen im menschlichen Körper. Die Schädelbasis, Atlas (1. Halswirbel) und der Axis (2. Halswirbel) bilden mit den zugehörigen Weichteilen die Kopfgelenke. Dieser Bereich ist einer der wichtigsten Reflexzentren des menschlichen Körpers, welcher der Raumwahrnehmung dient und die Spannung der Haltemuskulatur steuert. Durch die enge Verbindung der Rezeptoren in diesem Gebiet und dem Gehirn nimmt der Atlas eine Schlüsselstellung in der gesamten Wirbelsäule ein. Der Atlas kann schon durch eine schwierige Geburt, durch mechanische Hilfsmittel, wie Saugglocke oder Zange, bei einem Neugeborenen verschoben werden. Auch Fehltritte, Stürze, Arbeits-, Sport- und Verkehrsunfälle (Schleudertrauma) können eine Atlas Verschiebung verursachen. Es wurde festgestellt, dass fast jeder Mensch einen verschobenen Atlaswirbel hat. Man weiß heute, dass kleinste Verschiebungen (Subluxation) des Atlas Einfluss haben, auf Hirnnerven, Blutgefäße, Rückenmark und einen reduzierten Informationsfluss zwischen Kopf und Körper.
Auswirkungen auf Gelenke, Muskeln und Nervensystem
Auswirkungen auf Muskeln, Nerven, Kreislaufsystem und innere Organe können die Folge sein. Zudem muss die Wirbelsäule die Fehlstellung des Atlas mit einer Rotation im Kreuzdarmbeingelenk (Iliosacralgelenk) kompensieren, die Folge ist der Beckenschiefstand und der Beinlängenunterschied. Da jedes Wirbelsegment in Beziehung zu inneren Organen steht, werden auch diese gestört. Besteht diese Beeinträchtigung länger, droht die vorzeitige Degeneration.
Dorn-Hock-Therapie
Obwohl erstaunlich viele Rücken- und Hüftprobleme aus Beckenschiefständen resultieren, ziehen viele Mediziner und Therapeuten diese Ursache gar nicht in Betracht. Oft lösten Stürze, die nicht einmal heftig wirkten, Blockaden im Kreuz-Darmbeingelenk aus. Der Heilpraktiker Burkhard Hock hat eine Methode entwickelt, um Blockaden des Kreuz-Darmbein- oder Ilio-Sacral-Gelenks zielsicher zu diagnostizieren und zu behandeln. Burkhard Hock nennt seine Behandlungsform die "dorn-hock-Methode", weil er von Dieter Dorn die Grundidee übernommen hat, unter aktiver Mitarbeit des Patienten zu therapieren. Doch setzt er sich in vielen Punkten deutlich von der Lehrmeinung Dorns ab: Während Dieter Dorn sein Augenmerk ausschließlich auf Beinlängendifferenzen legt und uneinsichtig behauptet, diese resultierten aus subluxierten Hüftgelenken, hat Hock die Ursachen von ISG-Blockaden gründlich erforscht. Er hat ein treffsicheres System von Diagnoseschritten aufgestellt, das er bereits über 2000 Teilnehmern (Physiotherapeuten, Masseure, Heilpraktikern und Ärzten) in Schulungen vermitteln konnte. Unzählige Rückmeldungen aus deren Praxen bestätigen die Effektivität der Methode.
Unterschied zwischen Dorn und Hock
Diagnostiziert ein Dorn-Therapeut eine Beinlängendifferenz, sieht er darin als Ursache die Luxation des Hüftgelenkes und behandelt daher die Seite des Körpers, bei der das Bein länger ist, mit der Hand oder einem zusammengerollten Handtuch und vermeint damit, den Hüftkopf wieder in die Hüftpfanne zu hebeln. Rein anatomisch ist es jedoch völlig ausgeschlossen, dass die Beinlängendifferenz auf eine Luxation des Hüftgelenks zurückzuführen ist. Eine Sub/Luxation des Hüftgelenks ist nur bei einer Hüftdysplasie, durch einen Unfall oder unter Narkose möglich.
Das Ilio-Sacral-Gelenk im Rampenlicht
Durch eine Studie an 350 Patienten und deren Beckenaufnahmen wurde bestätigt, dass ein Beckenschiefstand durch die Rotation einer Hüftseite zustande kommt. Durch eine solche Rotation kann sowohl ein zu "langes" oder auch zu "kurzes" Bein entstehen. Diesen Umstand verkennt Dieter Dorn vollkommen. Da Dorn grundsätzlich das längere Bein behandelt, sich die Fälle der ISG-Blockaden jedoch nahezu gleichmäßig auf nach vorne und nach hinten verdrehte Hüftbeine verteilen (Ergebnis aus der Studie mit über 1600 Patienten), liegt er in der Hälfte aller Fälle falsch. Trügerischer Erfolg Anfangs verbessert sich die Situation der Dorn-Patienten durch den Ausgleich in der horizontalen Ebene. Jedoch verschlimmert sich bald die statische Situation der Wirbelsäule, weil sie sich nach ventral beugen muss, um die Fehlstellung der Hüfte auszugleichen. Dadurch wird die natürliche Form der Lendenwirbelsäule zum Teil oder ganz aufgehoben, gleichzeitig kommt es im Bereich der Brustwirbel- und Halswirbelsäule zu statischen Veränderungen. Der Bandscheibenring erhält auf den meisten Ebenen unterschiedliche Belastungen, der Bandscheibenkern verschiebt sich nach hinten, was unter anderem meist mittel- bis langfristig zu einer Spinalnerv-Kompression oder einem Bandscheibenvorfall führt. Copyright: www.dorn-hock-methode.de
Verkannte Stürze
Wie Hock nach jahrelanger Erfahrung in seiner Praxis erkannte, gehen die meisten Probleme der Hüfte oder der Wirbelsäule mit einer ISG-Blockade einher. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wie ein solcher Beckenschiefstand zustande kommt, am häufigsten durch einen Sturz. Fällt der Patient auf einen Sitzbeinhöcker, rotiert in der Regel das Hüftbein an dieser Seite und das dortige Kreuzdarmbeingelenk blockiert. Die Hüfte ist in eine horizontale Fehlstellung geraten. Viele der Wirbelsäulen- und Becken-Schmerzpatienten konnten sich an Stürze oder Unfälle erinnern, die drei bis vier Jahre zurücklagen. Die dadurch verursachten Schmerzen waren entweder durch Spritzen betäubt worden oder nach drei bis vier Wochen von alleine wieder verschwunden. Nach circa drei Jahren wiesen jedoch chronische Schmerzen, entweder im Bereich der Lendenwirbelsäule oder einer Hüftseite, verbunden mit einer Ischialgie, auf die damals entstandene Fehlstellung hin. Gute Erfolgsaussichten Wie die Erfahrung zeigt, kann ein Patient mit dem genannten Beschwerdebild mit großer Erfolgsaussicht therapiert werden. Eine sorgfältige Diagnose in ganz klar festgelegter Reihenfolge spielt dabei eine sehr große Rolle.
Resümee
Die Dorn-Hock-methode ist eine höchst effektive - logisch nachvollziehbare - verblüffend einfache - sehr wirksame und sichere manuelle Methode, die ein schnelles Befunden und Behandeln von ISG-Blockaden, Beckenschiefständen und Wirbelfehlstellungen ermöglicht.
Krankengymnastik am Gerät
Seit 2001 ist die Krankengymnastik an medizinischen Trainingsgeräten eine Leistung der gesetzlichen Krankenkassen. Verordungsfähig ist die KGG für festgelegte Beschwerdebilder, denen eine primäre Kräftigung der Muskulatur laut neuen Heilmittelrichtlinien zugeordnet wird.
Seitens der Krankenkassen kann dies als Einzeltherapie oder in Gruppen bis maximal 3 Patienten durchgeführt werden. Die Dauer der Therapie beträgt eine Stunde. Die Therapie findet an speziell für diese Verordnung entwickelten Geräten statt, dazu kommt dass der Therapeut über eine Zusatzqualifizierung verfügen muss.
Die KGG dient besonders der Behandlung krankhafter Muskelinsuffizienzen, Dysbalancen und bei chronischen Erkrankungen der Wirbelsäule sowie posttraumatischen (nach einem Unfall) oder postoperativen (nach einer Operation) Eingriffen.
Die Patienten werden dabei individuell betreut, d. h. der Therapeut nimmt Korrekturen vor, erarbeitet Übungen oder aktualisiert den Trainingsplan. Durch das dann gezielt abgestimmte Programm werden Rehabilitationsphasen verkürzt, Muskelkraft, Beweglichkeit und Kondition gestärkt.
Hausbesuche nach
ärztlicher Verordnung
Sollte es Ihnen aus medizinischen Gründen nicht möglich sein die Praxis aufzusuchen, können die Behandlungen bei Ihnen zuhause durchgeführt werden. Voraussetzung dafür ist eine ärztliche Verordnung für Hausbesuch.
Triggerpunkt Behandlung
Die Triggerpunkttherapie hat als Ziel die Beseitigung sogenannter „myofaszialer Triggerpunkte“. Das sind lokal begrenzte Verhärtungen in der Skelettmuskulatur, die lokal druckempfindlich sind und von denen übertragene Schmerzen ausgehen können. Beispiel ist ein myofaszialer Triggerpunkt im Schulterheber-Muskel (M. trapezius), der Schmerzen im Schläfenbereich auslöst (triggert). Die therapeutischen Möglichkeiten richten sich neben der Prophylaxe dauerhaft verkürzter oder fehlbeanspruchter Muskeln, zum Beispiel ungünstige Arbeitshaltung, mangelhafter Trainingszustand etc., gezielt auf die Deaktivierung der permanent kontrahierten Muskelfasern. Als Möglichkeiten bieten sich je nach betroffenem Muskel an: spezifische manuelle physiotherapeutische Behandlungstechniken.
D1
Die D1 Verordnung ist eine Kombination aus verschiedenen verordneten Anwendungen. Zu den hier vorgesehenen Heilmitteln zählen neben der klassischen Krankengymnastik und Massage auch die Krankengymnastik mit Gerät, die Manuelle Therapie sowie diverse therapiebegleitende Maßnahmen wie Thermo- oder Elektrotherapie. Der Schwerpunkt bei D1 liegt insbesondere bei der Behandlung aktiver/passiver Bewegungseinschränkungen mit Maßnahmen der Bewegungstherapie wie Krankengymnastik oder Manueller Therapie. Es werden maximal 3 Heilmittel bei einem Zeitumfang von insgesamt einer Stunde abgegeben.
PNF
Die Krankengymnastik nach PNF dient der Bahnung von Bewegungen über die funktionelle Einheit von Nerv und Muskel. Die Bahnung lässt sich über exterozeptive Reize (z. B. über Haut, Auge, Gehör etc.) und propriozeptive Reize (z. B. über den Bewegungsapparat etc.) stimulieren.
Ziel der PNF-Behandlungsmethode ist die Koordinierung physiologischer Bewegungsabläufe, der Abbau pathologischer Bewegungsmuster, die Normalisierung des Muskeltonus, die Muskelkräftigung und Muskeldehnung. Die Behandlung erfolgt in Bewegungsmustern mit spezifischen Pattern und Techniken (rhythmische Bewegungseinleitung, dynamische Umkehr, Hal-ten/Entspannen, Agonistische Umkehr, Stretch, betonte Bewegungsfolge und rhythmische Stabilisation unter Anwendung von Reizen und Stimuli).
Die Krankengymnastik nach PNF wird bereits in der Ausbildung vermittelt und findet Anwendung in vielen Bereichen der Physiotherapie. Besonderer Stellenwert kommt ihr bei der Behandlung von nach Abschluss der Hirnreife erworbenen zentralen Bewegungsstörungen zu. Zur Behandlung dieser Patienten bedarf es gegenwärtig einer speziellen Weiterbildung, die gewährleistet, dass das gesamte PNF-Konzept vom Physiotherapeuten indikationsorientiert eingesetzt und angewendet wird.
Sportphysiotherapie
Wir betreuen unsere Sportler vor, während und nach den Wettkämpfen in den Trainingsphasen, Rehabilitationsphasen, nach Verletzungen und Operationen.
- In Absprache mit Trainern und Sportlen versuchen wir das Optimum der Belastbarkeit zu erzielen.
- Vorbeugung von Verletzungen durch zielgerichtete Vorbereitung des Leistungs- und Hobbysportlers.
- Behandlungen und Trainingsanpassung für schnellen Wiedereinstieg nach Verletzungen oder Überlastungen.
- Gezieltes und angepasstes Training zur Linderung der Gefahr von wiederholten Unfällen und Rezidiven.
Bindegewebsmassage
Es handelt sich um eine manuelle Reiztherapie die mit tangentialen Zugreizen am subkutanen Bindegewebe ansetzt. Es werden hierbei Haut-, Unterhaut und Faszientechnik zur Behandlung der Bindegewebszonen eingesetzt. Über den kuti-viszeralen Reflexbogen wird dabei eine nervös-reflektorische Reaktion auf innere Organe, den Bewegungsapparat und die Haut ausgelöst. Eine Sonderform ist die so genannte Segmentmassage, bei dem einzelne Körpersegmente mit Haut-, Unterhaut- oder Faszientechnik bearbeitet werden. Diese Griffe werden vom Patienten als helles Schneidegefühl wahrgenommen. Die lokale Reaktion besteht aus einer Mehrdurchblutung des Gewebes.
Die therapeutische Bedeutung der Bindegewebsmassage besteht in der Möglichkeit, Einfluss auf vegetative Regulationsmechanismen zu nehmen. Über den kuti-viszeralen und kuti-kutanen Reflexbogen erfolgt eine Tonusnormalisierung sowohl der Bindegewebsspannung, als auch der inneren Organe, der Muskulatur, Nerven und Gefäße. Im Behandlungsbereich erfolgt über die Detonisierung der peripheren Blutgefäße zunächst eine lokale Durchblutungssteigerung. Diese Hyperämie stellt die erste Reaktion da. Im behandelten Hautareal kommt es im Behandlungsverlauf zu einer Normalisierung der Gewebeelastizität. Über den Reflexbogen werden zudem Organfunktionen im Sinne von Vasomotorik, Sekretion und Motilität normalisiert. Bei funktionellen Schmerzsyndromen ist eine schmerzlindernde Wirkung möglich.
Bindegewebszonen
Die Bindegewebszonen sind weitgehend mit den Headschen Zonen identisch. Charakteristisch an ihnen ist, dass sie keine spontanen Beschwerden verursachen. Erst beim Ertasten und Behandeln treten sie schmerzhaft in Erscheinung. Sie weisen eine erhöhte Spannung auf und haben eine verminderte Verschiebbarkeit. Folgende Bindegewebszonen gibt es (von kranial nach kaudal): Kopfzonen, Bronchialzone, Armzone, Magenzone, Leberzone, Herzzone, Nierenzone, Darmzone, Genitalzone, Blasenzone sowie Venen-Lymphzone.
Kryotherapie/Eisbehandlung
Als Kryotherapie bezeichnet man den gezielten Einsatz von Kälte, um einen therapeutischen Effekt zu bewirken. Dabei wird die lokale Anwendung von Gefriertechniken von der generalisierten Kältebehandlung des ganzen Körpers unterschieden.
Extension/Schlingentisch
Extension bedeutet soviel wie "Ziehen, Auseinanderziehen". Dementsprechend wird bei dieser Methode mit Zugkraft auf die Muskeln und Gelenke des Patienten eingewirkt - eine Form des gezielten Streckens und Dehnens, welches sehr intensiv sein kann. Ziel ist wie bei allen physiotherapeutischen Maßnahmen eine Verbesserung der Beweglichkeit, eine Mobilisierung nach verschiedenen Krankheiten oder Eingriffen sowie eine Minderung chronischer Schmerzzustände, beispielsweise durch eingeklemmte Nervenbahnen. Ein Schlingentisch ist eine metallische, stabile Vorrichtung welche zur physiotherapeutischen Mobilisation und Stabilisation, sowie zur Schmerztherapie eingesetzt werden kann. Der Patient wird auf eine fixierte Liege oder Massagebank unter dem Schlingentisch in verschiedenen Ausgangsstellungen gelagert. Es bestehen eine Reihe von Aufhängvarianten zur zweckmäßigen Nutzung des Schlingentisches:
- Armaufhängung
- Beinaufhängung
- Handaufhängung
- Fußaufhängung
- Bein-Beckenaufhängung
- Kopf-Armaufhängung
- Ganzkörperaufhängung
Es ist auch möglich einzelne Extremitäten oder Körperabschnitte aufzuhängen. Die Varianten können auch mit anderen Ausgangsstellungen durchgeführt werden (z.B. Seitlage, Sitz, Rückenlage, Bauchlage).
Der Patient wird dabei durch Schlingen, welche an Seilzügen befestigt sind in eine beliebige, schmerzfreie Stellung gebracht. Es gibt verschiedene Anwendungen die im Schlingentisch durchgeführt werden, die Reduktion der Schwerkraft macht die Behandlung hubarmer, somit leichter für den Patient und auch für den Therapeuten.
Je nach Betrachtung der Aufhängung und des Gelenkes können verschiedene Bewegungen durchgeführt werden.
Magnetfeldtherapie
Die Nutzungvon Magnetfeldern für gesundheitliche Zwecke ist wohl eine der ältesten physikalischen Therapieformen. Die magnetischen Energiefelder sind keine Strahlen und haben nichts mit "Elektrosmog" zu tun.
Die magnetische Biostimulation kann in vielen Bereichen helfen, indem sie die Abwehrkräfte steigert und die Selbstheilungskräfte in einem energiereichen Organismus wiederherstellt.
Pulsierende Magnetfelder können:
- die Mikrozirkulation steigern
- die Durchblutung der Gefäße erheblich verbessern
- den Sauerstoffpartialdruck im Gewebe erhöhen
Einsatzbereiche der Magnetfeldtherapie:
- Gelenkschmerzen
- Arthrosen
- chronische Entzündungen
- rheumatische Gelenkentzündungen
- Sportverletzungen
- Osteoporose
- verzögerte Wund- und Knochenheilung
- Wirbelsäulenbeschwerden
- Migräne, Kopfschmerzen
- Tinnitus
- Durchblutungsstörungen
- Polyneuropathien
- Stärkung der Immunabwehrkräfte
- Endoprothesen-Lockerungen
Weitere Anwendungen:
- Gangschule
- Schwindeltraining
- Ausdauer und Krafttraining
- Herz-Kreislauftraining
- Seniorengymnastik
- Behandlung von Kopfschmerzen jeglicher Art
- Vorbereitung auf Operationen
- Nachbehandlung von Operationen
- Personaltraining